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01.02.2021

Sicher und vorschriftsgemäß: Was Sie zum sicheren Fahren mit Ihrem Traktor wissen müssen


Wie es bei allen anderen Tätigkeiten der Fall ist, muss auch der landwirtschaftliche Arbeiter in die Lage versetzt werden, vollkommen sicher zu arbeiten, um seine Gesundheit auch gegen etwaige Gefahren wie zum Beispiel Unfälle im Zusammenhang mit dem Umkippen/Überschlagen des Traktors zu schützen.

Zur Bewältigung derartiger Situationen haben die öffentlichen Einrichtungen und Gesundheitsbehörden sehr strenge Vorschriften erlassen, aufgrund derer die Arbeitgeber sowie eigenständig Berufstätigen zur Anpassung der älteren Traktoren anhand spezieller Schutzvorrichtungen verpflichtet sind.

Einen großen Kraftakt haben auch die Traktorhersteller gemacht, die mit dem Ziel der stetigen Risikominimierung mit der Einführung fortschrittlicher Schutzsysteme begonnen haben. Wenn einerseits die neueren Traktoren nunmehr allen Vorschriften entsprechen, ist die Situation der älteren Maschinen problematischer.

Sehen wir uns im Folgenden die aktualisierten Vorschriften für die Anpassung und die möglichen Lösungen an, die Ihnen zur Verfügung stehen, um sichere und vorschriftsgemäße Traktoren zu haben.

Wichtige Vorbemerkungen

Bevor wir uns eingehender mit den Details der technischeren Aspekte beschäftigen, möchten wir einige, sehr wichtige Punkte klarstellen.

  1. Die Traktoranpassung gegen die Gefahren des Umkippens/Überschlagens ist eine vorgeschriebene Prozedur und die verantwortliche Person für diese Nachrüstung ist der Nutzer selbst.
  2. Das Verkaufen oder Vermieten eines nicht angepassten Traktors ist verboten, es sei denn, dass er als nicht funktionierend, sprich als Schrott oder auszustellendes Erinnerungsstück verkauft wird; das Verbot gilt auch für den Fall, dass der Verkäufer versprechen sollte, den Traktor der Vorschrift entsprechend nachzurüsten.
  3. Nur autorisierte Werkstätten dürfen die ROPS-Schutzeinrichtungen montieren.

Europäische Vorschriften für die Sicherheit von Traktoren

Eines der Hauptrisiken ist durch das Umkippen/Überschlagen und Zerquetschen der Maschine gegeben. Um dieser Gefahr vorzubeugen, sind Lösungen zur Vermeidung oder zumindest Reduzierung der Risiken, die dem Fahrer aufgrund des Umkippens/Überschlagens drohen, anzuwenden. Dies ist laut der folgenden europäischen Bestimmungen vorgesehen:

  • Die europäische Richtlinie 42/EG von 2006, auch als Maschinenrichtlinie bekannt, bezieht sich ausdrücklich auf Aufbauten zum Schutz der Fahrer im Falle des Umkippens/Überschlagens (ROPS) und Herabfallens von Gegenständen (FOPS), sowie Rückhaltesysteme zum Anschnallen der Personen am Sitz (hier finden Sie die europäische Richtlinie 42/EG/2006).

Vorgesehene Sicherheitsvorrichtungen

Es gibt 2 Arten von Sicherheitsvorrichtungen für Traktoren, die laut den Bestimmungen vorgesehen sind:

  1. Schutzrahmen, ein starrer Aufbau, der den Überlebensraum für den Fahrer im Falle eines Umkippens/Überschlagens des Traktors garantiert.
  2. Sicherheitsgurt, zum Anschnallen des Fahrers am Fahrersitz, damit er im Falle des Umkippens/Überschlagens nicht herabfällt oder herausgeschleudert wird.

In beiden Fällen handelt es sich um Lösungen zur Vermeidung, dass gefährliche Ereignisse Folgen für die Unversehrtheit des Arbeiters haben.

Entsprechend einer Reihe von Parametern, wie u. a. Typ und Masse des Traktors, Beschaffenheit und Größe der Rahmen, sowie Vorrichtungen zur Befestigung müssen die Traktoren einen Rahmen mit 2 hinteren, ortsfesten oder kippbaren Pfosten, mit 2 vorderen, ortsfesten oder kippbaren Pfosten, oder mit 4 Pfosten haben.

Konformitätserklärungen der Schutzaufbauten

Nach der Anbringung eines Schutzaufbaus, muss der Hersteller eine Konformitätserklärung (Anlage III) ausstellen. Diese Unterlage ist gemeinsam mit der Erklärung der korrekten Anbringung des Schutzaufbaus aufzubewahren, die von der Person, die die Montage vorgenommen hat, auszustellen ist (Anlage IV).

Wird ein, den Spezifikationen der Gemeinschaftsrichtlinien entsprechender Schutzaufbau angebracht, muss der Hersteller eine Unterlage ausstellen, die bescheinigt, dass der Aufbau die vorgesehenen Festigkeitsprüfungen bestanden hat. Diese Unterlage ist gemeinsam mit einer Erklärung, dass die Montage korrekt ausgeführt wurde, aufzubewahren (Anlage IV bis).

Es ist keine Aktualisierung des Kraftfahrzeugsbriefs des Traktors erforderlich.

Wer einen neuen Traktor erwirbt, braucht sich natürlich keine Sorgen zu machen, weil ihm Maschinen angeboten werden, die bereits im Laufe der Herstellung den Vorschriften entsprechend mit Sicherheitsvorrichtungen ausgestattet wurden, die unter Einhaltung fortschrittlichster Standards speziell für den Traktor konzipiert sind.

Traktorkabinen: komplette Lösungen für Sicherheit und Komfort

Die Traktorkabinen bieten heutzutage nicht nur einen Schutzaufbau für den Fahrer, sondern einen echten Arbeitsraum; eine meist notwendige Lösung, wenn bis zu 10 Arbeitsstunden pro Tag auf dem Traktor verbracht werden.

Wenn der Fahrer in aller Ruhe arbeiten kann, sinkt auch die Wahrscheinlichkeit von Unfällen: Grundlegend sind deshalb Kabinen, die imstande sind, völligen Komfort und Ergonomie für effizientes und sicheres Arbeiten zu garantieren.

Zielsetzung der Traktorhersteller ist es, den Menschen stets noch besser von der Maschine zu isolieren, um den Fahrer nicht nur vor Unfällen sondern auch vor Vibrationen, Lärm, Sonne und Außentemperaturen, Staub und verspritzten Pflanzenschutzmitteln zu schützen.

Diese Ergebnisse sind Kabinen und Sitzen zu verdanken, welche die Vibrationen reduzieren, was bei den verstellbaren, pneumatischen oder hydraulischen Sitzen der Fall ist, die eine Dämpfung der Vibrationen und Schwingungen ermöglichen. Des Weiteren trägt auch die Verwendung von schwingungsdämpfenden Silentblöcken bestens zur Erlangung dieses Ergebnisses bei.

Die Isolierung des Fahrerraums ergibt sich auch dank fortschrittlicher Kabinen zum Schutz vor Staub und Pflanzenschutzprodukten. Das fortschrittlichste System ist bei den Kabinen mit Schutzklasse 4, wie die Lounge Cab des Landini Rex4, verfügbar. Der Kabinenraum hat ein wenig Überdruck, um das Eindringen von Luft und etwaigen schädlichen Stoffen von außen zu verhindern. Die in den Fahrerraum eintretende Luft wird mit Aktivkohlenfiltern behandelt, die schädliche Stoffe zurückhalten und unwirksam machen. Ein Schutz der Spitzenklasse, der dank direkt im Werk montierter Kabinen den höchsten Standards entspricht.

Ferner ist es für den Fahrer von größter Wichtigkeit, dass er beste Sicht hat, die durch die Einführung größerer Verglasungen und Reduzierung der blinden Bereiche gegeben ist. Sehr wichtig, insbesondere für Lohnunternehmer, ist darüber hinaus die Beleuchtung des Feldes, wenn am Abend und in der Nacht gearbeitet wird. Die neue Serie 7 Landini verfügt über ein neues Dach mit 12 LED-Arbeitsscheinwerfern für eine Nachtsicht von 360°.

Wenn Sie die geeignetste Lösung zum Arbeiten in voller Sicherheit entdecken möchten, kontaktieren Sie gleich unsere Vertragshändler.

Quelle: LANDINI